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China Open
Dima im Kampf der jungen Garde



Das höchstdotierte Turnier der Pro Tour hat auch die beste Besetzung. Die Starterfelder der China Open sind derartig mit Stars gespickt, dass sie kaum hinter einer Weltmeisterschaft zurückstehen.

Nach zwei Runden haben sich dementsprechend viele Weltklassespieler bereits verabschiedet. Nur zwei Deutsche sind noch im Rennen: Timo Boll und DONIC-Star Dimitrij Ovtcharov. Beide hatten es unter den besten 32 mit zwei Nachwuchsstars aus Südkorea zu tun: Kim Min Seok musste beim 0:4 gegen Boll allerdings noch Lehrgeld zahlen, und Jung Young Sik wurde vom bärenstarken Dima Ovtcharov mit 4:1 (7,5,-11,6,4) regelrecht überrollt.

Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf hatte zuvor gewarnt: „Sik eilt der Ruf voraus, dass die Südkoreaner ihn zum neuen Star pushen wollen.” Doch DONIC-Star Dima hatte den jungen Wilden von Anfang an gut unter Kontrolle.

Nun bekommt er es mit dem nächsten Jungstar zu tun. Im Achtelfinale trifft Ovtcharov morgen um 13:45 Uhr (7:45 Uhr deutscher Zeit) auf Chinas jüngstes Mitglied der Weltmeistermannschaft von Moskau: Xu Xin. Der 20-jährige Linkshänder wird auf Revanche brennen, denn im bislang einzigen Aufeinandertreffen dieser beiden behauptete sich Dima denkbar knapp in der Verlängerung des Entscheidungssatzes. Im Achtelfinale der German Open von Berlin gewann Ovtcharov unter dem tosenden Beifall der deutschen Fans nach 2:3-Satzrückstand noch mit 12:10 im siebten Durchgang. Das ist nun fünf Monate her, und diesmal, im chinesischen Suzhou, hat Xu Xin die Zuschauer auf seiner Seite.

Mit Blick auf die Auslosung gab Dima sich indes schon vor Turnierbeginn gelassen. „Man muss von Runde zu Runde schauen”, sagte er und steckte sich bewusst kein konkretes Ziel. Im Soll ist er jetzt schon.